Nahtoderfahrungen, Bewusstsein und Wirklichkeit | Treffpunkt

Nahtoderfahrungen, Bewusstsein und Wirklichkeit | Treffpunkt



In dieser Folge der Reihe »Treffpunkt • Studio F« sehen Sie ein Gespräch mit der Philosophin Susanna Machowinski (Deutschland). Sie befasst sich intensiv mit und ähnlichen Erlebnissen und sieht darin eine noch „weitgehend ungenutzte Quelle der Erkenntnis“.

Im Gespräch mit Jennifer Nejo erläutert sie die Vorteile eines idealistischen Weltbildes gegenüber dem Physikalismus und Materialismus. Diesen betrachtet sie als „gescheitert” betrachtet, wenn es um die Erklärung von Bewusstsein geht.

Ein spannendes Gespräch zu den Grundfragen von Wirklichkeit und Erleben und zu den weltanschaulichen Konsequenzen aus der Sterbeforschung.

Gast: Susanna Machowinski

Inhaltsübersicht:
00:00 Einführung (Werner Huemer)
01:30 Nahtorderfahrungen: Eine ungenutzte Quelle empirischer Erkenntnis
03:10 Was ist Realität? – Kriterien für Realität
05:20 Illusionismus: Existiert Bewusstsein nicht?
07:10 Monismus statt Dualismus?
08:45 Das „harte Problem des Bewusstseins“
12:45 Idealismus: „Bewusstsein ist fundamental“
16:07 Idealismus vs. Physikalismus und Bewusstsein nach dem Tod
17:30 Idealismus und höhere Ethik in der Gesellschaft: „Was ich hoffen darf …“
18:50 Imanuel Kant: Warum funktioniert der „kategorische Imperativ“?
22:36 entziehen sich vereinfachenden Erklärungen
23:36 Metaphysische Konzepte und
26:10 Der Physikalismus scheitert – ein Paradigmenwechsel steht an
31:00 „Horror“ vor dem Tod – Idealismus als plausibler Ausweg
32:00 Bewusstsein ist das einzig Sichere: „Ich denke also bin ich“
33:25 Bewusstsein in Nahtoderfahrungen: Gibt es ein personalisiertes Selbst?
40:45 Realität in Nahtoderfahrungen: Kant und die „Welt dahinter“.
44:32 Innenwelt und Außenwelt: Sind Gedanken real?
45:28 Was ist Materie in der Realität?
47:05 Gehirnscans zeigen kein Bewusstsein – Das Gehirn als Bewusstseins-Empfänger
50:09 Sowohl als auch … Der Verstand kann es nicht begreifen

Verwandte Themen: #nahtoderfahrung #philosophie #jenseits #bewusstsein

Credits:
Kamera, Regie: Romana Meister, Werner Huemer
Redaktion, Gestaltung: Werner Huemer
Piano: Ingrid Weindel

℗ Mediaservice Werner Huemer
© 2026

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Author: Thanatos TV

32 thoughts on “Nahtoderfahrungen, Bewusstsein und Wirklichkeit | Treffpunkt

  1. Man könnte glauben, Kritiker der objektiven Wahrhaftigkeit einer NTE, handeln, in ihrer Argumentation, als ginge es darum einen Feind zu besiegen. Ist das die Verteidigung des herkömmlichen Weltbilds? Warum? Die Methodik und Vehemenz lässt vermuten, das kein rein wissenschaftlicher Antrieb dahintersteckt, so als hätten NT-Erfahrene "verbotenes" Wissen erlangt.

  2. Das Universum ist perfekt erschaffen und alles nur um dann ein sterbliches Wesen hervorzubringen das sich seiner Sterblichkeit bewusst ist. Das passt nicht zum großen ganzen.

  3. "Äußerst heterogen"? = "Äußerst unterschiedlich" – Warum so hochgestochen und für viele Menschen unverständlich reden, wenn es doch für die meisten Fremdwörter sehr viel besser verständlichere und anschaulichere, gut eingeführte deutsche Wörter gibt?
    Bis zum zweiten Weltkrieg war bekanntlich die deutsche Sprache die weithin bevorzugte Wissenschafts-Sprache aller Fachbereiche, weil keine Sprache dieser Welt so flexibel ist, die Dinge so gut auf den Punkt bringen kann und ganz im Gegensatz zum Englischen kaum Spielraum für unterschiedliche Deutungen zuläßt!

  4. Eigentlich sind wir nicht mehr im Zeitalter der Philosophie :)…Die Geisteswissenschaft R. Steiners erklärt die wesentlichen Fragen der Wahrnehmung und des Seins.

  5. ich schätze Thanatos seit Jahren – leider fällt mir das Hören bei Interviews mit Jennifer Nejo schwer, weil sie immer mal wieder wirklich in die Worte "hineinfällt", sie wirklich unterbricht….. ich sehe das Bemühen um ein flüssiges Gespräch – und ich nehme mich beim Hören wahr.

  6. @ThanatosTV ab 29:00 die Frage die sich doch stellt ist – was ist das selbst – das alles verurteilende Kneul an Gedanken oder das friedliebende Wahrnehmende Etwas das hinter all dem Kneu sitzt.
    Ich selber bin schon einige male in diesen Hyperfokus Zustand über das "EGO" hinaus gekommen und kann sagen – da wird alle Wahrnehmung komplett anderst weil die EGO instanz die Filtert wegfällt. das ist ein komplett anderes Wahrnehmen das dort dann stattfindet – und dann ergibts sich die nächste Frage – wie kann man für dinge selber sich richten oder anschauen wenn man das garnicht wahr sondern es eine Folge aller selbst erlebten Umstände bzw. der vorab geplanten Erfahrungen ist?
    über eine sinnvolle Antwort würde ich mich hierzu sehr freuen
    zu 41:00 Realitäten – hierzu empfehle ich einmal die Komaerfahrungen von Clélia Verdier die in einem 21Tage Koma in einer anderen Realität 7Jahre gelebt hat. sowas sprengt einfach den Erfahrungshorizont in bisher nichtvorstellbare Dimensionen.
    Grüße Kai

  7. das Problem ist nicht, dass wir in DenkKreisen landen, sondern dass wir im DENKEN landen

    aus meiner eingeschränkten individuellen Wahrheit heraus geht es um Wahrnehmung

  8. Wie passt die Vorstellung einer Auflösung des Bewusstseins mit der Idee einer individuellen Fortexistenz logisch zusammen, wenn sich diese beiden Konzepte eigentlich ausschließen?"

  9. Was für ein spannendes, gehaltvolles Gespräch! Mir persönlich leuchtet die existenzielle Gleichzeitigkeit der Einheitserfahrung bei NTEs mit dem Fortbestehen eines gewissen Persönlichkeitskerns schon deswegen ein, weil sonst mediale Durchgaben über Verstorbene ( die sich im Nachgang verifizieren lassen) und auch viele Nachtodkontakte nicht möglich wären/ nicht erlebt werden könnten. Auch bei letzteren kann es Verifizierungen bestimmter Inhalte geben, die den Rahmen der Subjektivität und möglicher Einbildung sprengen. Wir sollten offen sein, zu akzeptieren, dass genau an der Schwelle des Todes sich unsere Begrenztheiten auflösen, wir aber dennoch im Wesenskern erhalten bleiben. Möglicherweise ändern wir quasi unsere
    " Aggregatszustände" und können somit alles sein, aber in unterschedlichen Erscheinungsformen. Dank an Thanatos TV, das wie nur wenige Formate so seriöse und umfassende Inhalte zu diesen höchst komplizierten, sensiblen, aber unfassbar interessanten philosophischen Fragen bietet! Immer eine große Freude! ❤❤❤

  10. Der Psychiater Ian Stevenson beschrieb die Vision einer älteren Frau in den Vereinigten Staaten auf ihrem Sterbebett. Als die Ärzte ihr mitteilten, dass sie nicht mehr lange zu leben habe, versammelten sich ihre Enkelkinder um ihr Bett. Plötzlich wirkte sie viel wacher, und ihr Gesichtsausdruck verwandelte sich in einen Ausdruck großer Freude und Aufregung. Sie richtete sich leicht auf und sagte: „Oh, Will, bist du da?“, woraufhin sie tot zurückfiel. Es war niemand namens Will anwesend, und der einzige Will, an den sich ihre Familie erinnern konnte, war ein Großonkel, der in England lebte. Nicht lange danach erhielt ihre Familie aus England die Nachricht, dass ihr Bruder Will etwa zwei Tage vor ihrem Tod verstorben war.

  11. Für mich ein Wortsalat, sorry. Dazu noch zich *ismen, ständig "ich denke", "ich bin sicher", der und der sagte und es ist wahr… Ach nö. Lieber Berichte von der Transzendenz.
    Das wahre Erkenntnis wird nicht durch Nachdenken gewonnen, sie kommt direkt in dein Herz, wie Erleuchtung.

  12. Die Philosophie zerredet etwas,was sich für mich völlig natürlich anfühlt. Wir sind Seelen die für eine Zeit einen Körper haben,der Erfahrungen macht- Gut und Böse erlebt. Mehr brauch ich nicht zu wissen. In der Philosophie würde auch ein Rasen der halt einfach grün ist…in Frage gestellt und zigmal gewendet. Das ist mir persönlich zu kompliziert gedacht. Aber ich bin froh,dass diese beiden sehr klugen Frauen sich all der (für mich natürlichen) Fragen von dieser Seite stellen und bestimmte Menschen aus dieser Perspektive erreichen. Bravo!

  13. danke für diesen faszinierenden gedankenaustausch, der mich sehr bereichert hat.
    einerseits kann ich dem idealistischen konzept von kastrup sehr viel abgewinnen, wenngleich das mit den "individuums-strudeln" im meer bedeuten würde, dass nach deren auflösung das bewusstsein der individuellen person verschwindet.
    dem aber widersprechen die meisten nahtoderfahrungen, wo das bewusstsein aus dem körper auszutreten scheint und weiter bestehen bleibt, trotz zeitweiliger einheitserfahrung. sind also bewusstsein und "materieller" körper doch zwei verschiedene seinszustände, was eher für den dualismus eine bestätigung wäre?
    ich programmiere fraktale und da kam mir die idee für eine methapher, die veranschaulicht, dass sich beides nicht gegenseitig ausschliessen muss: bei vielen fraktal-arten wird ein motiv stufenweise immer weiter verkleinert. in jeder verkleinerungsstufe bleibt es jedoch mit dem gesamtfraktal verbunden, kann aber auch unabhängig vom gesamtfraktal als individuelles muster betrachtet werden. würde das nicht veranschaulichen, dass einerseit die einheitserfahrung und andererseits der fortbestand eines individuellen bewusstseins sich nicht widersprechen müssen?

  14. Nach meinem Verständnis gibt es nach dem irdischen Ableben immer noch ein ICH-Bewusstsein, das aber ein Teil des großen Ganzen wird, wie der Regentropfen der in den Ozean fällt und sich damit verbindet. Er ist zwar Teil des Ganzen geworden aber als Singularität immer noch vorhanden. Anders wären auch die Nachtodkontakte – z. B. über Träume, Sittings bei einem Medium oder gar Eingriffe aus dem Jenseits in die Physik – nicht erklärbar. Letzteres habe ich einen Tag nach dem Ableben meiner Schwägerin eindrucksvoll erlebt. Wer mehr darüber wissen möchte, darf gerne über einen Kommentar eine Rückfrage stellen.

  15. Für mich gibt es einen Unterschied von beobachtetem oder rein wahrgenommenem Bewusstsein und einem immer mehr existentiell gefühlten Bewusstsein was sich vertieft und sich über die Herzgegend ausdehnt. Merke aber schon beim schreiben dass ich Spott oder Herabwürdigung erwarte, wenn ich mich öffne. Es ist so traurig dass man mit solchen Dingen sich kaum austauschen kann.

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